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Führung und Karriere im Einkauf

Praxisbeiträge aus dem Einkauf
Wie gelingt der Start als neue Einkaufsleitung, wie merkt man, ob das Team wirklich besser wird, und welche Einkaufsjobs haben Zukunft? Hier sammelt Michael Neumann, Geschäftsführer von PEXXA, seit 35 Jahren im Einkauf und seit 2012 Mentor für Menschen in neuen Rollen, seine Praxisbeiträge zu Führung und Karriere im Einkauf. Die Beiträge erscheinen zuerst auf LinkedIn, der neueste steht oben.
Für Ihre eigene Rolle: persönliches Mentoring für Einkaufsleitungen und Führungskräfte, mehr dazu auf pexxa.biz/mentoring. Was Einkäuferinnen und Einkäufer verdienen, zeigt der kostenlose Gehaltskompass Einkauf.
Die Beiträge auf dieser Seite

Die ersten 100 Tage als neue Einkaufsleitung: Warum sie sich am Zuhören entscheiden

22. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: Die ersten 100 Tage als neue Einkaufsleitung entscheiden sich nicht an den ersten Einsparungen, sondern daran, wem man zuerst zuhört. Wer zuerst die Bedarfsträger und das Team einzeln hört, die Zahlen liest, bevor er sie kommentiert, und einen kleinen frühen Erfolg mit dem Team erreicht, gewinnt Vertrauen, bevor er umbaut.
„Wann fange ich an, Dinge zu ändern?“
Diese Frage höre ich von neuen Einkaufsleitungen fast immer zuerst. Meist schon vor dem ersten Arbeitstag.
Der Druck dahinter ist echt. Man wurde geholt, weil etwas besser werden soll. Die Geschäftsführung erwartet Ergebnisse, das Team wartet ab, und die Lieferanten testen, wie fest die neue Hand ist.
Der Impuls, schnell zu handeln, ist verständlich. Wer neu kommt, sieht Dinge, die anderen längst nicht mehr auffallen. In der Praxis greift er trotzdem oft zu kurz. Die ersten 100 Tage entscheiden sich nicht an den ersten Einsparungen, sondern daran, wem man zuerst zuhört.
Wer ein fremdes Segelboot übernimmt, segelt die ersten Schläge mit dem Trimm, den er vorfindet. Er sieht, wie das Boot auf Böen reagiert, wo die Crew ohne Kommando weiß, was zu tun ist, und wo sie zögert. Erst dann wechselt er die Segel und optimiert den Trimm.
Seit 2012 begleite ich als Mentor Menschen in neuen Rollen. Das Muster ist erstaunlich stabil: Wer in den ersten Wochen am schnellsten umbaut, verbringt das zweite Halbjahr damit, Vertrauen zurückzuholen.
Bewährt haben sich vier Dinge vor dem ersten Umbau:
1. Die Bedarfsträger zuerst. Sie sagen Ihnen, wie der Einkauf im Haus gesehen wird, und das ist selten das Bild aus dem Organigramm.
2. Das Team einzeln. Wer trägt welches Wissen, wer kennt welchen Lieferanten seit Jahren.
3. Die Zahlen lesen, bevor man sie kommentiert. Spend, auslaufende Verträge, offene Preiserhöhungen. Im Herbst liegt davon mehr auf dem Tisch, als einem lieb ist.
4. Ein früher Erfolg, der niemandem schadet. Klein, sichtbar und mit dem Team erreicht.
Wer gerade in eine neue Einkaufsleitung wechselt oder das erste Team übernimmt: Daran arbeiten wir im Mentoring, an Ihren konkreten Fragen. Das Kennenlernen dauert 30 Minuten, kostenlos und unverbindlich.
Mehr zum Mentoring und zum kostenlosen Kennenlernen: Mentoring im Einkauf
Und jetzt Sie: Was hätten Sie in Ihren ersten 100 Tagen gern früher gewusst?
Grafik: Vier Dinge vor dem ersten Umbau in den ersten 100 Tagen als Einkaufsleitung: die Bedarfsträger zuerst, das Team einzeln, die Zahlen lesen, bevor Sie sie kommentieren, ein früher Erfolg, der niemandem schadet

Wie merkt man, ob Weiterbildung im Einkauf wirklich wirkt?

21. Juli 2026 · 1 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: Ob Weiterbildung im Einkauf wirkt, zeigt sich im Tagesgeschäft, etwa an der Dauer einer Ausschreibung oder der Qualität von Lieferantendaten. Messen kann die Wirkung aber nur, wer den Startpunkt kennt.
Eine kluge Antwort gibt der Beitrag „Lernen lernen im Einkauf“ in der Beschaffung aktuell, für mich das führende Fachmedium der Branche.
Janine Kappenberg und Rubén Leites García von SAPERED zeigen darin: Ob Weiterbildung greift, zeigt sich im Tagesgeschäft. An der Dauer einer Ausschreibung, der Vollständigkeit von Lieferantendaten, der Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen.
Ein starker Gedanke, dem ich vollständig zustimme. Mit einer Ergänzung: Wirkung am Ende messen kann nur, wer den Startpunkt kennt.
Genau da setzen wir bei PEXXA an. Der Lernkompass ermöglicht in drei Minuten eine erste Selbsteinschätzung: 20 Fragen, anonym. Am Ende steht ein Stärkenprofil, das die Lücken sichtbar macht, sie mit unserem Lernangebot abgleicht und klare Lernempfehlungen liefert.
Aus einem richtigen Prinzip wird so ein konkreter erster Schritt: Lernkompass starten

60 bis 70 Prozent der heutigen Einkaufsjobs gibt es 2030 so nicht mehr

21. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: Operatives Bestellwesen, Rechnungsprüfung und Routineanalysen übernimmt bis 2030 weitgehend die Technik. Komplexe Verhandlungen, gewachsene Lieferantenbeziehungen und ethische Entscheidungen bleiben beim Menschen, und wer Einkaufshandwerk und KI verbindet, gewinnt.
Das ist keine Tech-Blog-Prognose, sondern meine persönliche Einschätzung, gewonnen aus Gesprächen, Vorträgen und Panels sowie dem Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, deren Urteil ich schätze. Und die Zahl ist vermutlich eher zu niedrig gegriffen, manche Einschätzungen gehen bis zu 80 Prozent.
Was zuerst geht:
  • operatives Bestellwesen und Routinekommunikation mit Bedarfsträgern
  • Rechnungsprüfung, auch in Shared Service Centern
  • Routine-Spend-Analyse und interne Kontrollsysteme
  • erste Entwürfe von Verträgen und RFx
Die gute Nachricht: Das bleibt auch 2030.
  • komplexe Verhandlungen mit Mehrparteien-Setups
  • Lieferantenbeziehungen, die über Jahre gewachsen sind
  • ethische Entscheidungen in Nachhaltigkeits- und Compliance-Grauzonen
  • der Einkauf als interner Berater im Stakeholder-Management
Die eigentliche Botschaft lautet nicht „Ihr Job verschwindet“. Er verändert sich. Wer Einkaufshandwerk und KI verbindet, gewinnt. Wer stehen bleibt, verliert.
Der Engpass sind Fachkräfte: Viele CPOs trauen ihren Teams die digitalen Kompetenzen nicht zu und sehen großen Handlungsbedarf im Upskilling (Quelle: Deloitte CPO Studie 2025). Die Technologie ist da, Budgets auch. Was fehlt, sind die Menschen, die sie nutzen können und wollen.
Drei Dinge, die Sie diese Woche tun können:
  1. Bestandsaufnahme: Wo stehen Sie wirklich?
  2. Ein KI-Tool aktiv ausprobieren und nicht warten, bis die IT etwas vorgibt.
  3. Lernen in den Alltag holen: Micro-Learnings als tägliche Weiterbildung für Ihr Einkaufshandwerk.
Für die persönliche Bestandsaufnahme gibt es den Lernkompass mit Stärkenprofil und Lernempfehlung.

Für Ihre eigene Rolle oder für Ihr ganzes Einkaufsteam

Für Ihre eigene Rolle gibt es persönliches Mentoring mit Michael Neumann, an Ihren konkreten Fragen, das Kennenlernen kostenlos. Für Ihr Team gibt es die PEXXA Academy mit sieben Kompetenzfeldern vom strategischen Beschaffungsprozess bis zum Lieferantenmanagement, als Teamlizenz mit Pilot auf pexxa.biz.
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