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KI im Einkauf: was sie kann und was beim Menschen bleibt

Praxisbeiträge aus dem Einkauf
Wo schafft künstliche Intelligenz im Einkauf echten Mehrwert, und wo braucht es weiter das Urteil erfahrener Einkäufer? Hier sammelt Michael Neumann, Geschäftsführer von PEXXA und seit 35 Jahren im Einkauf, seine Praxisbeiträge zu KI im Einkauf. Die Beiträge erscheinen zuerst auf LinkedIn, der neueste steht oben.
Für Einkaufsteams: KI-Werkzeuge und Weiterbildung für Ihr ganzes Team gibt es mit der Teamlizenz, mehr dazu auf pexxa.biz.
Die Beiträge auf dieser Seite

Kann KI eine Preiserhöhung wirklich durchschauen?

1. September 2026 · 2 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: Eine KI prüft einen Preiserhöhungsbrief auf Plausibilität und findet ihn plausibel, denn genau daran hat der Lieferant monatelang gearbeitet. Was nicht im Schreiben steht, erkennt nur, wer weiß, wonach er sucht: den Zeitpunkt, die gebaute Geschichte und die Frage, wer das Gespräch führt.
Ich habe denselben Preiserhöhungsbrief zwei Lesern vorgelegt. Einer davon war eine KI.
Die Maschine war in Sekunden fertig: Marktanalyse, Einordnung der Begründung, ein Vorschlag für das Gespräch, dazu ein Urteil. Klingt plausibel.
Der zweite Leser hat länger gebraucht und etwas völlig anderes gesagt. Dass die Erhöhung lange vorbereitet war, erkennbar am Zeitpunkt. Dass die Begründung kein Fakt ist, sondern ein Angebot: Reden Sie mit mir über Kostenindizes, dann reden wir nicht über das, was wirklich verhandelbar wäre. Dass die Geschichte gebaut ist und nicht gewachsen. Und dass die eigentliche Frage nicht lautet, ob die Erhöhung berechtigt ist, sondern wer das Gespräch führt.
Nichts davon steht in dem Schreiben. Deshalb kann die Maschine es nicht finden. Sie erkennt, ob etwas plausibel ist, und genau daran hat der Lieferant monatelang gearbeitet. Ein Key Accounter hat es mir einmal so gesagt: Verhandelbar war nie der Preis, nur seine Kommunikation.
Das ist kein Argument gegen KI, im Gegenteil. Die Werkzeuge, mit denen ich selbst arbeite, habe ich frei zugänglich gemacht: einen Verhandlungscoach und einen zweiten Prompt, der eine Preiserhöhung Phase für Phase auseinandernimmt. Kein Login, kein Kauf: Text kopieren, in ChatGPT, Claude, Copilot oder Gemini einfügen, loslegen.
Nur nützen sie wenig in der Hand von jemandem, der nicht weiß, wonach er sucht. Dann bestätigen sie ihm bloß, was er ohnehin geglaubt hat. Zu den Werkzeugen: KI‐Verhandlungscoach und PACEmaker.

Warum KI Ihren Einkauf nicht automatisch besser macht

25. August 2026 · 2 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: Ein Lieferant baut seine Preiserhöhung so, dass sie plausibel wirkt, und eine KI bestätigt genau diese Plausibilität. Was KI im Einkauf wert ist, entscheidet deshalb das Gehör des Einkäufers, der wie ein Dirigent den falschen Einsatz sofort bemerkt.
„KI macht Ihren Einkauf nicht besser!“ So hieß mein Webinar für den Mittelstandsverband BVMW in Bayern im September 2026.
Als Vortragstitel ist das unklug. Bei KI-Themen verspricht man üblicherweise das Gegenteil. Ich halte ihn trotzdem für richtig, wegen eines Satzes, den mir vor Jahren ein Key Accounter gesagt hat, als er schon in Pension war:
„Wissen Sie, Herr Neumann, die Preiserhöhung war nie verhandelbar. Nur ihre Kommunikation.“
Er hat das mit einem Augenzwinkern gesagt und genau so gemeint. Der Betrag stand. Der Zeitpunkt stand. Was danach kam, war keine Verhandlung mehr, das war Verpackung: Marktdaten, Kostenindizes, eine Begründung, die schlüssig klingt.
Geben Sie dieses Schreiben einer KI. Sie liest es in Sekunden, prüft die Zahlen und sagt Ihnen: plausibel. Natürlich sagt sie das. Der Key Accounter hat sein halbes Berufsleben damit verbracht, seine Erhöhung plausibel aussehen zu lassen. Er hat ganze Arbeit geleistet, und die KI nickt sie ab.
Ein Dirigent muss nicht jedes Instrument selbst spielen. Aber er hört sofort, wenn die Trompete falsch einsetzt. Genau dieses Gehör entscheidet, was KI in Ihrem Einkauf wert ist.

Ein KI-Coach für die Vorbereitung von Einkaufsverhandlungen

9. Juni 2026 · 1 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: Die Verhandlung selbst bleibt im KI-gestützten Einkauf beim Menschen, die Vorbereitung kann eine KI aber gut begleiten. Der kostenlose PEXXA-Verhandlungscoach arbeitet nach dem Verhandlungs-Canvas, baut mit Ihnen die Strategie und spielt auf Wunsch den Lieferanten.
Im Podcast „Einkaufssache“ #20 der Beschaffung aktuell wurde ich gefragt, was im KI-unterstützten Einkauf beim Menschen bleibt. Meine Antwort: Verhandlung, denn Emotionen sind und bleiben menschlich.
Deshalb habe ich mir einen KI-Coach gebaut, der mich auf Einkaufsverhandlungen vorbereitet. Er übernimmt mit Ihnen die Vorbereitung, die im Tagesgeschäft oft zu kurz kommt. Keine Allerwelts-Tipps: Er arbeitet nach dem PEXXA Verhandlungs-Canvas.
Er stellt Ihnen Fragen und baut mit Ihnen Ihre Strategie. Er kennt Ihre Schmerzgrenze und benennt sie, wenn Ihre Alternative zum Lieferanten in Wahrheit keine ist. Auf Wunsch spielt er danach den Lieferanten, und Sie üben den Ernstfall.
Kostenlos, läuft in ChatGPT, Claude, Copilot oder Gemini. Kein Setup, kein Budget, keine IT: KI‐Verhandlungscoach öffnen
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Wie viele Einkäufer in Ihrem Team können souverän mit KI arbeiten?

27. Mai 2026 · 1 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: Die Technologie für KI im Einkauf ist längst da, es fehlen die Menschen, die sie nutzen können. Im Podcast „Einkaufssache“ der Beschaffung aktuell geht es darum, welche Skills heute zählen, was die Maschine übernimmt und was beim Menschen bleibt.
Wenn die Antwort „nicht viele“ lautet, sind Sie nicht allein. Und genau hier wird es spannend: Die Technologie ist längst da. Was fehlt, sind die Menschen, die sie nutzen können.
Darüber durfte ich mit der Redaktion der Beschaffung aktuell im Podcast „Einkaufssache“ sprechen. Nicht über KI als Hype, sondern über das, was wirklich zählt:
  • Welche Skills entscheiden heute?
  • Was übernimmt morgen die Maschine?
  • Und was bleibt beim Menschen?
Die 35 Minuten gibt es auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf der Website der Beschaffung aktuell. Vielen Dank an die Redaktion für die Einladung und das richtig gute Gespräch.
Podcast Einkaufssache der Beschaffung aktuell mit Michael Neumann

KI wird den Einkauf verändern. Aber nicht dort, wo viele heute investieren.

24. März 2026 · 1 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: KI schafft im Einkauf echten Mehrwert bei Risikoerkennung, Markt- und Spend-Analysen und Routinetätigkeiten. Der eigentliche Hebel liegt aber in guten Daten, schlanken Prozessen und Einkaufsteams, die das Einkaufshandwerk beherrschen.
Künstliche Intelligenz ist eines der meistdiskutierten Themen im Procurement. Die entscheidende Frage lautet aber nicht, ob wir KI einsetzen, sondern: Wo schafft sie wirklich Mehrwert?
Erste starke Anwendungsfelder zeigen sich bereits:
  • frühzeitige Erkennung von Lieferkettenrisiken in Echtzeit
  • schnelle Analyse von Beschaffungsmärkten und Lieferanten
  • ultraschnelle Spend- und Kostenanalysen
  • Agenten und Bots, die repetitive Tätigkeiten zuverlässig übernehmen
KI erkennt Muster. KI macht Risiken früher sichtbar. KI ermöglicht datenbasiertere Entscheidungen. Aber Technologie allein reicht nicht. Der eigentliche Hebel liegt in:
  • guten Daten
  • schlanken Prozessen
  • No-Touch-Fähigkeiten
  • exzellenten Procurement-Teams, die diese Erkenntnisse strategisch nutzen
KI wird den Einkauf verändern, aber nur dort, wo Organisationen bereit sind, Procurement wirklich datengetrieben zu denken, und die richtigen Menschen an Bord haben: Menschen, die das Einkaufshandwerk beherrschen. Hier wird Weiterbildung zum echten Treiber. Denn KI ersetzt Einkaufskompetenz nicht.

Für Sie selbst oder für Ihr ganzes Einkaufsteam

KI nützt im Einkauf dem, der weiß, wonach er sucht. Die PEXXA Academy verbindet Einkaufshandwerk mit digitaler Kompetenz. Einzelne Einkäuferinnen und Einkäufer starten auf pexxa.de, Einkaufsteams mit der Teamlizenz und einem Pilot auf pexxa.biz.
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